Content erstellen ohne viel Zeit als Soloselbstständige
Lass mich kurz das Dilemma auf den Punkt bringen, das du wahrscheinlich kennst wie deinen eigenen Namen:
Ohne Content keine Sichtbarkeit. Ohne Sichtbarkeit keine Kundinnen. Ohne Kundinnen kein Business.
Aber Content kostet Zeit.
Zeit, die du als Soloselbstständige nicht mal eben irgendwo herholst, weil du gleichzeitig noch das eigentliche Business führst, Kundenprojekte abarbeitest, Angebote schreibst, Rechnungen stellst und irgendwo dazwischen auch noch versuchst, ein normales Leben zu führen. 🥵
Und mal ganz ehrlich: Wenn du Content wirklich gut machen willst und mehrere Plattformen bespielst, kannst du locker 15 Stunden pro Woche daran hängen.
Pro Woche. Das ist fast eine halbe Stelle – nur für Content.
Kein Wunder, dass viele irgendwann entweder aufgeben oder anfangen, einfach irgendetwas rauszuhauen. Hauptsache gepostet, schlechtes Gewissen beruhigt, Haken dran.
👉 Ich kenn das. Und ich sag dir direkt: Das funktioniert nicht. Mit Inhalten, die einfach so hingerotzt hast, wirst du keine Kundinnen gewinnen. Garantiert nicht.
Also was tun?
Follow on LinkedIn🔎 Inhaltsverzeichnis
- Ein System muss her. Aber ein gutes.
- Die Lösung: Dein Content für ein ganzes Jahr im Voraus planen
- Schritt 1: Deine Themenblöcke finden
- Schritt 2: Die Unterthemen entwickeln
- Schritt 3: 52 Wochen befüllen
- Warum Wiederholung keine Schwäche ist
- Das macht den Content am Ende auch konvertierend
- Und die Zeit? Die sparst du dir so.
- So setzt du es jetzt um
- Redaktionsplan CoBo Lite
Ein System muss her. Aber ein gutes.
Nicht irgendein System, das sich auf dem Papier toll anhört und in der Realität nach zwei Wochen zusammenbricht. Sondern eines, das drei Dinge gleichzeitig sicherstellt:
Erstens: Du hast immer genug gute Ideen. Nicht „irgendwelche" Ideen, die du dir am Sonntagabend mühsam aus den Fingern saugst, sondern wirklich relevante, durchdachte Inhalte, die deine Zielgruppe abholen.
Zweitens: Der Content, den du produzierst, erzeugt auch wirklich Ergebnisse. Conversion, Vertrauen, Sichtbarkeit – nicht nur Likes von Leuten, die eh schon bei dir kaufen würden.
Drittens: Das alles funktioniert auch dann noch, wenn du gerade wenig Zeit hast, krank bist, einen stressigen Monat hast oder einfach mal nicht in der Stimmung bist.
Das klingt nach hohen Ansprüchen? Stimmt!
Aber wir sind nicht für weniger hier! 👸
Die Lösung: Dein Content für ein ganzes Jahr im Voraus planen
Ja, du hast richtig gelesen. Ein ganzes Jahr.
Ich weiß, was du gerade denkst:
„Ein ganzes Jahr? Das ist ja irre."
Aber hör mir kurz zu, bevor du die Augen verdrehst, denn dieser Ansatz ist genau das, was den Unterschied macht zwischen Soloselbstständigen, die Content als Dauerstress erleben, und denen, die einfach ihren Plan abarbeiten und dabei noch Zeit für anderes haben.
Das Prinzip ist simpel: Du planst nicht einzelne Posts. Du planst Themenblöcke. Und aus diesen Themenblöcken entwickelst du Wochenstücke, aus denen dann ganz natürlich einzelne Posts entstehen.
Klingt nach viel Arbeit am Anfang? Ist es, für einen kurzen Moment.
Aber danach? Läuft es! 👍
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Schritt 1: Deine Themenblöcke finden
Der erste Schritt ist der wichtigste und gleichzeitig der, bei dem die meisten zu schnell abbiegen. Du brauchst zwischen 4 und 12 grobe Themenblöcke für deine Nische. Das sind die großen Überkategorien, um die sich dein ganzer Content dreht.
Falls du schon mit Content-Pillars gearbeitet hast, perfekt – die sind deine Themenblöcke.
Falls nicht, frag dich einfach:
Über welche Oberthemen spreche ich immer wieder? Wofür werde ich von meinen Kundinnen angefragt? Was sind die großen Bereiche meines Fachgebiets?
Lass mich das an einem Beispiel durchspielen, damit es greifbar wird. Stell dir vor, du bist Expertin für Blumen und Zimmerpflanzen. Deine Themenblöcke könnten dann so aussehen:
1️⃣ Blumenerde
2️⃣ Standort von Pflanzen
3️⃣ Gießfehler
4️⃣ Saisonblumen
5️⃣ DIY
Fünf Blöcke. Überschaubar, klar, jeder sofort verständlich. Das ist deine Basis. 🧗♀️
Schritt 2: Die Unterthemen entwickeln
Jetzt wird es interessant. Zu jedem Themenblock überlegst du dir spezifischere Unterthemen und zwar solche, die wirklich zu den Schmerzpunkten und Wünschen deiner Zielgruppe passen.
Die beste Quelle dafür?
Die Fragen, die deine Kundinnen dir immer und immer wieder stellen. Was wirst du ständig aufs Neue gefragt? Was googlen Menschen in deiner Nische? Was beschäftigt deine Wunschkunde immer wieder, egal ob sie gerade am Anfang steht oder schon etwas Erfahrung hat?
Das sind deine Evergreenthemen. Und die sind Gold wert, weil sie niemals aus der Mode kommen.
Bleiben wir beim Blumen-Beispiel.
Aus dem Themenblock „Blumenerde" könnten folgende Unterthemen entstehen:
1️⃣ Die richtige Blumenerde für Zimmerpflanzen.
2️⃣ Was ist der Unterschied zwischen Blumenerde und Pflanzerde?
3️⃣ Brauche ich wirklich Rindenmulch?
4️⃣ Wann muss ich umtopfen?
Aus "Standort von Pflanzen" machen wir ganz easy:
1️⃣ Was ist zu viel Sonne?
2️⃣ Was bedeutet halbschatten?
3️⃣ Wo mögen es Pflanzen am liebsten?
4️⃣ Gibt es Pflanzen die ohne Sonne wachsen können?
Aus „Gießfehler" wird:
1️⃣ Wie gießt man eigentlich richtig?
2️⃣ Leitungswasser oder Regenwasser – was ist besser?
3️⃣ Woran erkenne ich, dass ich zu viel gegossen habe?
4️⃣ Was bedeutet „nasse Füße" bei Pflanzen und warum ist das so gefährlich?
Aus „Saisonblumen" kann man folgendes machen:
1️⃣ Die schönsten Blumen zu Weihnachten.
2️⃣ Osterpflanzen, die wirklich lange halten.
3️⃣ Die ersten Frühblüher richtig pflegen.
4️⃣ Welche Pflanzen sind winterhart und welche nicht?
5️⃣ No-Gos auf dem Friedhof!
Und aus „DIY" machen wir:
1️⃣ Gestecke selbst binden für Anfängerinnen.
2️⃣ Blumentopf auf Kokosnuss – so geht's.
3️⃣ Rankhilfe an der Zimmerwand selbst bauen.
4️⃣ Das Regenbogenbeet anlegen.
Siehst du, was gerade passiert ist? Aus fünf Themenblöcken sind innerhalb weniger Minuten über 21 konkrete Inhaltsideen entstanden. Und ich hab hier bewusst nicht alle rausgeholt – da wäre noch deutlich mehr drin. 😉
Schritt 3: 52 Wochen befüllen
Das Ziel ist, am Ende 52 Unterthemen zu haben – eines pro Kalenderwoche. Damit hast du deinen Content für ein komplettes Jahr.
Falls du das zu viel findest: Fang mit 26 an und wiederhole sie einfach. Das ist ausdrücklich erlaubt und sogar sinnvoll. Denn deine Zielgruppe wächst das ganze Jahr über. Die Menschen, die im Oktober zu dir kommen, haben dieselben Fragen wie die, die im März zu dir gekommen sind. Du bist verpflichtet, dich zu wiederholen – weil immer neue Augen auf deinen Content schauen. 👀
Eine Sache noch, die mir wichtig ist: Bitte mach das ohne ChatGPT.
Ich weiß, das klingt komisch von jemandem, der sich mit KI-Content beschäftigt. Aber bei dieser Übung geht es darum, dein eigenes Expertenwissen rauszuholen. Du bist die Expertin deiner Branche, nicht die KI.
Die kann dir vielleicht generische Themen liefern, aber sie weiß nicht, was deine Kundinnen wirklich fragen. Sie weiß nicht, was dich nachts wachhält, weil du es schon hundertmal erklärt hast und es trotzdem niemand versteht. Sie kennt nicht die kleinen Eigenheiten deiner Nische, die Insider-Jokes, die typischen Anfängerfehler, die du im Schlaf aufzählen könntest.
Das alles liegt in dir. Und genau das macht deinen Content einzigartig. ❤️
Warum Wiederholung keine Schwäche ist
Ich muss kurz auf einen Punkt eingehen, der viele blockiert: die Angst, sich zu wiederholen.
„Aber ich hab das doch schon mal gepostet."
Ja. Und?
Dein Content-Kanal dreht sich um dein Thema und zwar nur um dein Thema. Das ist der Punkt. Was sollen die Menschen bei dir lernen? Was sollen sie mitnehmen, verstehen, endlich kapieren? Wofür willst du gesehen werden?
Wenn du dir das wirklich bewusst machst, wirst du merken: Du kannst gar nicht genug über dein Thema reden. Weil es immer neue Menschen gibt, die erst gerade anfangen, sich damit zu beschäftigen. Weil auch alte Followerinnen Dinge vergessen. Weil dasselbe Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann und jeder Blickwinkel trifft andere Menschen an einem anderen Punkt ihrer Reise.
Wiederholung ist keine Ideenlosigkeit. Wiederholung ist Expertise.
Das macht den Content am Ende auch konvertierend
Jetzt kommen wir zum eigentlichen Kern des Ganzen. Denn viel Content zu produzieren ist eine Sache, aber Content, der auch wirklich Kundinnen bringt, ist eine andere.
Was ist der Unterschied zwischen Content, der gut aussieht, und Content, der kauft?
Relevanz. Konsistenz. Und das Gefühl, dass da jemand spricht, der wirklich weiß, wovon er redet.
Wenn du ein Jahr lang dieselben Themen aus verschiedenen Perspektiven bearbeitest, mit echten Beispielen, eigenen Erfahrungen, den Fragen deiner Kundinnen, dann passiert etwas:
Du wirst zur Anlaufstelle. Menschen kommen nicht mehr zufällig auf dein Profil, sie kommen, weil sie wissen, dass du dort das findest, was sie suchen. Und Menschen kaufen von jemandem, dem sie vertrauen, den sie kennen, von dem sie das Gefühl haben: Die versteht mein Problem.
Das baut sich nicht mit einem viralen Post auf. Das baut sich mit Konsistenz auf – über Wochen, über Monate, über ein ganzes Jahr. 📆
Und die Zeit? Die sparst du dir so.
Zurück zur Ausgangsfrage: Wie schaffst du das alles, wenn du wenig Zeit hast?
Der entscheidende Hebel ist, nicht mehr zu überlegen, was du postest , sondern nur noch, wie du es postest.
Das klingt nach einem kleinen Unterschied, ist aber ein riesiger. Die Ideenfindung, das Rumgrübeln am Sonntagabend, das „ugh, ich muss was posten"-Gefühl? Das fällt komplett weg, wenn dein Jahresplan steht.
Du weißt: Diese Woche ist Thema X dran. Du weißt, warum das relevant ist, du weißt für wen. Du musst nur noch den Post schreiben, das Reel drehen, den Artikel tippen.
Und dazu kommt das, was ich in den anderen Artikeln schon beschrieben habe: Aus jedem Wochenthema kannst du mehrere Posts auf verschiedenen Kanälen ziehen, ohne das Thema neu zu erfinden. Du recyclest, du baust deine Content-Bibliothek auf, und du wirst mit der Zeit schneller, weil du ein Gefühl für deine eigenen Themen und Formate bekommst.
15 Stunden pro Woche? Vielleicht am Anfang, wenn du das System aufbaust. Aber wenn es steht? Deutlich weniger. 📉
Das ist der passende Artikel dazu:

So setzt du es jetzt um
Konkret, Schritt für Schritt:
Nimm dir zwei Stunden. Wirklich, block sie dir im Kalender. Das ist deine Jahresplanung, und die ist es wert.
Schreib deine 4 bis 12 Themenblöcke auf. Rohe Überschriften, keine perfekten Formulierungen.
Geh durch jeden Block und brainstorm Unterthemen. Denk dabei an die Fragen deiner Kundinnen, an Evergreenthemen, an die Dinge, die du selbst am häufigsten erklärst. Ohne KI, aus dir heraus.
Ziel: 52 Unterthemen. Oder 26, die du wiederholst. Beides ist gut.
Verteile sie auf Kalenderwochen. Damit hast du deinen Redaktionsplan für ein Jahr.
Was du dann noch brauchst, ist ein Ort, wo das alles übersichtlich zusammenkommt. Nicht ein Zettel, nicht eine bunte Notizen-App, nicht eine Excel-Tabelle die du nach drei Wochen nicht mehr verstehst.
Redaktionsplan CoBo Lite

Genau dafür habe ich CoBo Lite gebaut. Es war ursprünglich mein eigener Redaktionsplan – das allererste System, aus dem die ganze Idee für den CoBo-Contentbot entstanden ist.
Ich hab ihn als Notion-Template aufgebaut, damit du deine Themenblöcke, Unterthemen und Wochenplanung an einem Ort hast – übersichtlich, flexibel, und so simpel, dass du ihn wirklich benutzt.
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