Content Marketing mit KI Unterstützung für Soloselbstständige
Okay, heute wird es richtig spannend. Denn ich rede hier nicht nur theoretisch über KI und Content – ich habe gerade die erste Testphase mit meinem eigenen Tool, dem CoBo-Contentbot, abgeschlossen. 🥳
Die ersten Testerinnen haben ihn eine Woche lang ausprobiert, und ich kann dir jetzt nicht nur sagen, wie KI dich als Selbstständige mit deinem Content unterstützen kann, sondern dir auch konkrete Workflows zeigen, die wirklich funktionieren.
Aber fangen wir vorne an.
Du liest diesen Artikel wahrscheinlich, weil du dir von KI eine signifikante Zeitersparnis für dein Marketing erhoffst. Und ja – das ist absolut möglich. Problemlos sogar.
Aber...
Nur wenn du die harte Vorarbeit geleistet hast.
Arbeit? Ja, richtig. Denn so super KI auch ist, vergiss dabei niemals eines:
Sie ist nur ein Spiegel. Kommt Mist rein, kommt Mist raus. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach die Wahrheit.
🔍 Inhaltsverzeichnis
- Was KI nicht für dich erledigen kann
- Die Basis: Deine Contentthemen stehen fest
- Der eigentliche Workflow: So sieht Content mit KI wirklich aus
- Warum ich meine eigene Software entwickelt habe
- Der häufigste Fehler beim Arbeiten mit KI
- Was bleibt, ist deine Stimme
Was KI nicht für dich erledigen kann
Bevor wir in den eigentlichen Workflow einsteigen, muss ich kurz auf etwas eingehen, das ich so wichtig finde, dass ich es wirklich betonen möchte.
KI kann dir nicht deine Positionierung schreiben. Sie kann nicht dein Messaging für dich herausarbeiten. Sie kann nicht entscheiden, wer deine Traumkundin ist. Und – das ist der wichtigste Punkt – lass sie dir niemals die Schmerzpunkte deiner Zielgruppe nennen.
Das alles muss von dir kommen.
Das sind die Dinge, die dein Business ausmachen. Die, die dich von allen anderen in deiner Nische unterscheiden. Wenn die KI keine tiefergehenden Informationen über dich und dein Business bekommt, wird der Output immer generisch sein. Immer. Und mit generischem Content wirst du keine Kundinnen gewinnen, weil generischer Content austauschbar ist und austauschbar bedeutet unsichtbar.
Das klingt erstmal ernüchternd, ich weiß. Aber es ist eigentlich eine gute Nachricht: Denn genau das, was die KI nicht kann – deine Erfahrungen, deine Meinung, deine Persönlichkeit, dein Wissen – das hast du bereits. Du musst es nur rauslassen.
Wenn du das hast? Dann können wir anfangen.
Die Basis: Deine Contentthemen stehen fest
Ich gehe davon aus, dass du deine Content-Pillars schon festgelegt hast. Falls nicht, bist du noch nicht an diesem Punkt und das ist okay, dann ist dieser Artikel noch nichts für dich.
Wenn deine Pillars stehen, dann geht es als nächstes darum, deine Wochenthemen festzulegen. Ich selbst habe meine Contentthemen für das ganze Jahr im Voraus geplant – wie das geht, hab ich in diesem Artikel auf meinem Blog ausführlich beschrieben.

Das bedeutet, ich weiß immer genau, wo ich jede Woche starten muss. Kein Grübeln, kein leerer Bildschirm, kein „ugh, was soll ich diese Woche posten".
Und natürlich: SEO-optimiert. Ich will schließlich gefunden werden. 😆
Hier kannst du dir übrigens die KI schon zunutze machen – aber auf eine Art, die tatsächlich Sinn ergibt. Perplexity ist zum Beispiel ein hervorragendes Tool für Keyword- und SEO-Recherche, weil es in Echtzeit auf Internetquellen zugreift. Lass dir alles Relevante für dein Thema raussuchen und ordne das grob deinen Content-Pillars zu.
Besonders wertvoll: Longtail-Keyword-Recherche. Also keine einzelnen Buzzwords, sondern echte Sätze und Aussagen, nach denen deine Zielgruppe tatsächlich sucht. Das sind die Formulierungen, die Menschen in die Suchleiste eintippen, wenn sie ein Problem haben, das du lösen kannst und genau das sind die Themen, die du bespielen willst.
Der eigentliche Workflow: So sieht Content mit KI wirklich aus
Okay, jetzt kommen wir zum Herzstück des Artikels. Du hast dein Wochenthema – etwas Relevantes für deine Zielgruppe – und du hast vielleicht drei Plattformen: Instagram, LinkedIn und Newsletter. Wie geht es jetzt weiter?
Schritt 1: Festlegen, was du diese Woche produzierst
Bevor du irgendetwas schreibst oder der KI irgendetwas gibst, entscheide dich: Was soll diese Woche entstehen? Zwei oder drei Reels? Ein Karussell? Zwei Mails für den Newsletter? Ein LinkedIn-Artikel?
Leg das fest, bevor du mit der Erstellung anfängst. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht – die meisten springen direkt ins Schreiben und merken dann mittendrin, dass sie eigentlich nicht wissen, wohin das Ganze führen soll.
Schritt 2: Der Brain-Dump
Das ist der wichtigste Schritt des ganzen Prozesses und gleichzeitig der, den die meisten überspringen, weil er sich nicht nach „echtem Arbeiten" anfühlt.
Schreib alles raus, was dir zu deinem Thema durch den Kopf geht. Wirklich alles. Ungefiltert, einfach raus damit. Deine Meinung dazu. Was du ablehnst. Welche Anekdoten dir einfallen. Welche Metaphern du gerne benutzt. Welche Formulierungen du immer wieder verwendest. Was du auf keinen Fall sagen würdest.
Warum? Weil die KI das alles nicht weiß. Und das ist auch der Grund, warum so viele Menschen mit KI-Content unzufrieden sind – sie geben einfach zu wenig Informationen mit. Ein Prompt à la „schreib wie ein Mensch" reicht nicht, weil die KI nicht weiß, wie welcher Mensch sie schreiben soll. Soll sie wie du schreiben, braucht sie Text von dir. Ist ja eigentlich logisch, oder?
Dieser Brain-Dump ist quasi dein Rohstoff. Das ist das, was den KI-Output am Ende zu deinem Content macht und nicht zu dem generischen Einheitsbrei, den du sonst auf tausend anderen Accounts auch finden könntest.
Schritt 3: Die Hook – die schreibst du selbst
Ja, auch das. Ich weiß, du hast gehofft, dass du das der KI überlassen kannst. Aber Hooks sind das, womit KI am meisten kämpft und gleichzeitig das, was über Erfolg oder Misserfolg eines Posts entscheidet.
Schreib deine Hook selbst. Am besten in Ich-Form, mit konkreten Zahlen und echtem Mehrwert, damit deine Kundin dranbleibt und weiterliest.
Ein gutes Beispiel: „So hab ich in 6 Monaten 10 Kilo zugenommen und Muskelmasse aufgebaut – und nie hatte ich auch nur einmal Heißhunger."
Konkret. Persönlich. Überraschend. Und vor allem: aus einer echten Erfahrung.
Die KI kann dir Hooks vorschlagen, aber sie wirken meistens flach, weil ihnen das Persönliche fehlt. Du bist die Einzige, die weiß, welche Erfahrungen du gemacht hast, welche Zahlen du nennen kannst, welche Wendung in deiner Geschichte für deine Zielgruppe den Aha-Moment auslöst.
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Schritt 4: Jetzt kommt die KI ins Spiel
Du hast deinen Brain-Dump, du hast deine Hook. Jetzt gibst du das der KI und lässt sie damit dein ersten Contentpiece erstellen.
Eine kurze Empfehlung dazu, weil die Frage immer wieder kommt: Welches Tool?
Viele nutzen ChatGPT. Aber seitdem ChatGPT 4o Anfang 2026 in der bekannten Form eingestellt wurde, kann ich Chatty nicht mehr mit gutem Gewissen für Texte empfehlen. Die neuen Modelle sind super für Analysen, Recherchen und strukturierte Aufgaben – aber für das Schreiben von Content? Nicht mehr zu gebrauchen, leider.
Meine klare Empfehlung: Claude. Die kostenlose Version reicht völlig aus.
Claude ist besser darin, deinen eigenen Stil aufzunehmen und wiederzugeben, wenn du ihm genug Material gibst. Und genau dafür ist der Brain-Dump aus Schritt 2 so entscheidend.
Schritt 5: Du bist jetzt die Redakteurin
Das Contentpiece, das die KI dir zurückgibt – ein Reel-Skript, ein Karussell-Text, ein Newsletter-Entwurf – schaust du dir jetzt gründlich an. Nicht überfliegen. Wirklich lesen.
Du bist jetzt die Redakteurin. Passe an, was nicht passt. Glatte auffällige KI-Sprache – du weißt schon, diese sehr glatte, sehr runde Formulierungsweise, die sich so liest, als hätte jemand die Kanten weggeschliffen. Füge deine eigenen Formulierungen wieder ein, falls sie doch verloren gegangen sind. Und übernimm es auf keinen Fall eins zu eins, denn irgendetwas ist immer. 😆
Und ganz wichtig: Vergiss den CTA nicht. Ein Contentpiece ohne Call-to-Action zahlt nicht auf dein Business ein – egal wie gut es ist, egal wie viele Views es bekommt. Was soll die Person tun, nachdem sie deinen Post gelesen oder dein Reel gesehen hat? Das muss drin sein.
Schritt 6: Recyceln
Jetzt wird es effizient. Du hast ein fertiges Contentpiece und jetzt kannst du es auf alle anderen Formate und Plattformen aufteilen.
Sag der KI, was du brauchst. Andere Perspektive für LinkedIn? Kürzere Version für eine Story? Newsletter-Version mit ausführlicherem Text? Das alles ist möglich und der Content-Kern bleibt derselbe, du musst die Idee nicht neu erfinden.
Das kann allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen. Jedes Format einzeln recyceln, dann alles in den Redaktionsplan kopieren, schauen was wohin gehört, das ist der Teil, den ich ehrlich gesagt selbst nie mochte. 🤣
Es hat mich wahnsinnig gemacht.
Genau deshalb habe ich CoBo gebaut.
Warum ich meine eigene Software entwickelt habe
Der CoBo-Contentbot macht genau das automatisch, was ich gerade beschrieben habe – nur ohne das manuelle Hin- und Herkopieren. Er recycelt eine Idee direkt in mehrere Formate und legt sie im eigenen Redaktionsplan ab. Ich muss das nicht mehr händisch machen.
Und meine ersten Testerinnen? Die haben das geliebt.

Der Unterschied ist nicht, dass CoBo den Content für dich erfindet. Der Unterschied ist, dass du den Denkaufwand einmal investierst – im Brain-Dump, in der Hook, in deiner Meinung – und dann nicht mehr stundenlang damit verbringst, denselben Inhalt für fünf verschiedene Formate manuell umzuschreiben.
Das ist der Hebel. Nicht die Idee, die KI übernimmt das Denken.
Sondern die Idee, dass du dein Denken einmal investierst und dann effizient damit arbeiten kannst.
Der häufigste Fehler beim Arbeiten mit KI
Ich höre immer wieder: „KI-Content klingt nicht nach mir."
Und ja, meistens stimmt das. Aber es liegt nicht an der KI, es liegt daran, wie sie eingesetzt wird.
Zu wenig Input. Zu vage Prompts. Kein Brain-Dump, keine eigene Hook, keine persönlichen Anekdoten. Und dann Erwartungen, dass da irgendwie doch etwas Einzigartiges und Persönliches rauskommt. 🙄 Woher denn? Die KI kann doch nicht hellsehen!
Das funktioniert nicht. Und es wird auch nie funktionieren, egal wie gut die Modelle werden – weil die KI schlicht nicht weiß, was dich ausmacht. Das weißt nur du.
Die gute Nachricht: Wenn du den Prozess einmal verstanden hast, wird er schnell. Brain-Dump, Hook, KI, Redaktion, recyceln. Mit Übung läuft das in einem Bruchteil der Zeit, die du früher für Content gebraucht hast. Und der Output ist tatsächlich deiner – weil du die Basis gelegt hast.
Was bleibt, ist deine Stimme
KI verändert Content-Marketing gerade massiv. Sie senkt die Einstiegshürde, macht bestimmte Schritte deutlich schneller und gibt dir die Möglichkeit, mehr Plattformen zu bespielen, ohne dafür mehr Stunden zu investieren.
Aber sie verändert eine Sache nicht: Was dich als Personal Brand ausmacht!
Deine Perspektive. Deine Erfahrungen. Deine Fehler und was du daraus gelernt hast. Deine Meinung zu Dingen, über die andere lieber schweigen.
KI kann das skalieren. Aber sie kann es nicht erfinden.
Und solange du das verstanden hast – solange du nicht mehr erwartest, dass ein Prompt ohne Input magischen Content produziert – ist KI das mächtigste Werkzeug, das du als Soloselbstständige haben kannst.
Wenn du das System erstmal ausprobieren willst, ohne direkt in eine Software zu investieren: Ich hab dir meinen eigenen Redaktionsplan als kostenloses Notion-Template zur Verfügung gestellt. Der läuft zwar ohne KI, aber du kannst den Workflow aus dem Artikel erstmal testen.

Den nutze ich selbst seit Jahren und aus ihm ist die Idee für CoBo entstanden.
Er ist absolut gold wert, sag ich dir.
Einmal duplizieren und direkt loslegen, für 0 Euro.
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