Instagram Content planen für Beraterinnen mit wenig Zeit
Heute gibt es mal einen wirklich praktischen Artikel. Kein großes Strategie-Blabla, keine theoretischen Konzepte, die sich toll anhören aber in der Realität niemand umsetzt.
Sondern: Wie du deinen Instagram-Content für eine komplette Woche planst, ohne dabei halbtot zu sein.
Das ist nämlich mein Thema. Ich bespiele Instagram seit zwei Jahren – für mein eigenes Business und für andere Unternehmerinnen. Ich hab in dieser Zeit ungefähr so viele Pläne gemacht und wieder aufgegeben wie es Regentage in Norddeutschland gibt. 😅 Ich weiß also ziemlich genau, was funktioniert, was nicht funktioniert, und wo die meisten Beraterinnen mit wenig Zeit ihre kostbare Energie verschwenden.
Spoiler: Meistens am falschen Ort.
Aber fangen wir vorne an.
Follow on LinkedIn🔍 Inhaltsverzeichnis
- Erst die unbequeme Wahrheit, dann die gute Nachricht
- Wie oft musst du eigentlich posten?
- Der Feed: Was du postest und wie schnell das geht
- B-Rolls, Karussell, Talking Head – was ist was und wozu?
- Stories: Das unterschätzte Verkaufs-Tool
- Die Messaging Matrix: Dein Story-Fahrplan
- Was du damit wirklich gewinnst
- Fang jetzt an, nicht nächste Woche
Erst die unbequeme Wahrheit, dann die gute Nachricht
Ich mach das hier kurz, weil ich kein Freund von falschem Trost bin:
Guter Content, der dir wirklich Follower und Kund*innen bringt, schüttelt sich niemand mal eben aus dem Ärmel. Du musst Zeit einplanen. Auch mit dem besten System der Welt brauchst du Zeit. ⏲️
Nur eben deutlich weniger, als du vielleicht gerade investierst.
Okay, jetzt zur Strategie.
Wie oft musst du eigentlich posten?
Um den Algorithmus vernünftig zu bespielen und deinen Account aktiv wirken zu lassen, solltest du mindestens jeden zweiten Tag etwas in den Feed posten. Das klingt nach viel, ist es aber nicht – dazu gleich mehr.
Der wichtige Punkt hier: Ich rede vom Feed. Nicht von Stories.
Denn Instagram hat zwei sehr unterschiedliche Welten, die zwei sehr unterschiedliche Aufgaben haben.
Der Feed baut Sichtbarkeit und Reichweite auf. Hier findest du neue Menschen, du wirst gefunden, du zeigst wofür du stehst. Feed-Content ist quasi dein Schaufenster.
Stories sind dein Verkaufskanal. Wenn du als Beraterin 1:1-Angebote oder Online-Kurse verkaufst, dann passiert das nicht durch deinen Feed-Content – das passiert durch deine Stories. Wer das nicht weiß und sich wundert, warum trotz regelmäßigem Posten keine Anfragen kommen, hat meistens genau hier das Problem.
Also sagen wir, du möchtest eine Woche planen: 4 Feed-Beiträge und 4 Stories. Das ist dein Ziel.
Der Feed: Was du postest und wie schnell das geht
Für die vier Feed-Beiträge der Woche empfehle ich dir diese Mischung:
Einen Talking Head – also ein Reel, in dem du direkt in die Kamera sprichst. Ein Karussell – mehrere Slides zu einem Thema, die man durchswipen kann. Und zwei B-Rolls – das sind kurze, ästhetische Clips, bei denen du zum Beispiel an deinem Schreibtisch sitzt, Kaffee trinkst oder einfach aus dem Fenster schaust, während ein Text darüberläuft.
Das klingt nach viel, wenn man es so aufzählt. Ist es nicht.
Lass mich kurz durchrechnen, damit du siehst, was ich meine:
Die zwei B-Rolls: vielleicht 2 Minuten Schnitt plus 5 Minuten Caption schreiben pro Stück. Zusammen ungefähr 14 Minuten. Das Talking Head: Skript schreiben, filmen, schneiden, hochladen – sagen wir 30 Minuten. Das Karussell: Texte schreiben und in Canva erstellen – etwa 20 Minuten.
Plus die vier Stories der Woche: dazu gleich mehr, aber mit dem richtigen System dauert jede Story maximal 10 Minuten.
Das macht zusammen: 104 Minuten.
Weniger als zwei Stunden. Für eine komplette Instagram-Woche mit Feed und Stories, für vier Beiträge und vier Stories, für Sichtbarkeit und Verkauf.
Der Algorithmus freut sich, deine Followerinnen sehen regelmäßig von dir, und du hast noch genügend Zeit, um dein eigentliches Business zu führen. So soll das sein.
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B-Rolls, Karussell, Talking Head – was ist was und wozu?
Ich merk gerade, dass ich das noch kurz einordnen sollte, weil diese drei Formate nicht zufällig gewählt sind.
Wenn wir über Content-Strategie reden, unterscheiden wir meistens zwischen drei Phasen der Customer Journey – also dem Weg, den eine Person zurücklegt, bevor sie kauft:
TOFU (Top of Funnel) – das ist der Einstieg. Hier geht es darum, neue Leute anzuziehen, die noch gar nicht wissen, dass sie dein Angebot brauchen. Unterhaltung, Inspiration, erste Wissensvermittlung.
MOFU (Middle of Funnel) – hier vertiefst du. Menschen, die dich schon ein bisschen kennen, bekommen mehr Substanz. Sie lernen mehr über dein Thema, über deinen Ansatz, über das was dich auszeichnet.
BOFU (Bottom of Funnel) – hier passiert der Verkauf. Menschen, die schon überzeugt sind und nur noch den letzten Schubs brauchen.
Und jetzt schau mal, wie das mit deinen Formaten zusammenpasst:
Die B-Rolls decken deinen TOFU-Content ab. Sie sind niedrigschwellig, ästhetisch, leicht zu konsumieren – perfekt für Menschen, die noch gar nichts von dir kennen.
Talking Head und Karussell gehen tiefer – das ist dein MOFU-Content. Du zeigst Expertise, du erzählst Geschichten, du gibst echten Mehrwert.
Und deine Stories? Die sind dein BOFU. Dein direkter Draht zu den Menschen, die schon wissen wer du bist und denen du jetzt dein Angebot zeigst.
Kein Format ist doppelt, jedes hat seine Aufgabe. Das ist keine Zufallsstrategie, das ist ein System.
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Stories: Das unterschätzte Verkaufs-Tool
Okay, jetzt kommen wir zu dem Punkt, bei dem die meisten Beraterinnen entweder die Augen verdrehen oder nicken wie verrückt – je nachdem, wie lange sie schon auf Instagram sind.
Stories sind der Ort, wo auf Instagram verkauft wird. Nicht dein Feed. Nicht deine Reels. Stories.
Und das Problem, das ich immer wieder sehe: Statt Verkaufs-Stories zu posten, sehen wir täglich Kaffeetassen, Hundefotos oder Blicke aus dem Bürofenster. „Guten Morgen, ich starte jetzt in den Tag."
Das sind nette Einblicke – aber sie verkaufen nichts. Und sie interessieren leider auch niemanden wirklich, außer vielleicht deiner Mutter. 🙃
Ich sag das nicht um gemein zu sein. Ich sag es, weil jede Story, die du postest, eine Chance ist und die meisten lassen diese Chance ungenutzt liegen.
Was du stattdessen brauchst, damit das Verkaufen in Stories nicht zehn Vorbesprechungen mit dir selbst erfordert: eine Messaging Matrix.
Die Messaging Matrix: Dein Story-Fahrplan
Klingt komplizierter als es ist. Versprochen. 👍
Eine Messaging Matrix ist eine einfache Tabelle, in der du die wichtigsten Elemente deiner Zielgruppen-Kommunikation festhältst. Einmal erstellt, schaust du vor jeder Story rein und baust deine Story nach diesem Schema auf – mit deinen eigenen Worten, deinen eigenen Geschichten aus dem Alltag, aber immer entlang dieser Struktur.
Das Schema sieht so aus:
1. Schmerz – Was ist das Problem, mit dem deine Traumkundin gerade kämpft?
2. Wunsch – Was will sie stattdessen? Wie soll ihr Leben aussehen?
3. Falsche Annahme – Was denkt sie, was sie tun müsste um dahin zu kommen? (Und warum stimmt das so nicht?)
4. Entkräftung – Du als Expertin zeigst auf, warum diese Annahme sie aufhält – freundlich, aber klar.
5. Angebot – Dein Angebot als die logische, naheliegende Lösung.
Lass mich das an einem Beispiel durchspielen, damit es greifbar wird. Du bist Abnehmcoach und zeigst Frauen, wie sie mit veganer Ernährung ihr Gewicht gesund reduzieren können.
Deine Traumkundin hat schon alle bekannten Diäten ausprobiert – das ist ihr Schmerz. Sie will endlich aufhören, ständig an ihre Ernährung zu denken, und sich in ihrem Körper wohl fühlen – ihr Wunsch. Sie glaubt, dass das nur funktioniert, wenn sie auf 800 Kalorien pro Tag runtergeht – die falsche Annahme. Du weißt als Expertin, dass genau das der Grund ist, warum sie immer wieder in den Jo-Jo-Effekt rutscht – die Entkräftung. Und dein Kurs zeigt ihr, wie es mit veganer Ernährung wirklich geht – das Angebot.
Das ist die Matrix. Einmal aufschreiben, für immer nutzen.
Und weil du genau weißt, was in welcher Zeile stehen muss, dauert jede Story maximal 10 Minuten – vom ersten Gedanken bis zum Hochladen. Kein Rumgrübeln, kein „Was soll ich heute sagen", kein fünfmal Aufnehmen weil du nicht weißt wie du zum Angebot überleiten sollst.
Wenn du dir das einmal in Ruhe aufbauen möchtest, schau dir meine kostenlose Messaging Matrix an:
Messaging Matrix als ewiger Spickzettel!
Was du damit wirklich gewinnst
Ich möchte kurz innehalten, weil ich glaube, dass der eigentliche Gewinn dieses Systems gerne übersehen wird.
Es geht nicht nur um Zeit. Es geht um Energie.
Wenn du jeden Contenttag von null anfängst – kein Plan, kein Thema, kein Format, keine Richtung – dann ist das zermürbend. Nicht weil das Schreiben oder Filmen so schwer ist, sondern weil du dein kreatives Kapital für die falschen Dinge verbrauchst. Für das ewige Überlegen, was du posten sollst. Für das Zweifeln, ob das gut genug ist. Für das Redigieren ins Unendliche.
Mit einem System sparst du dir all das. Du öffnest deinen Plan. Du weißt was dran ist. Du setzt um. Fertig! ✅
Und dann – das ist das Schöne daran – hast du am Ende des Contenttags noch Energie übrig. Für deine Kundinnen. Für dein eigentliches Business. Für ein Leben neben dem Content.
Fang jetzt an, nicht nächste Woche
Ich weiß, was du gerade denkst. „Das klingt gut, aber ich muss erstmal XYZ erledigen, bevor ich damit anfangen kann."
Nein, musst du nicht.
Du kannst heute anfangen. Du nimmst dir eine Stunde, schreibst deine Messaging Matrix auf, entscheidest welche vier Formate du diese Woche produzierst, und legst los.
Perfekt muss das nicht sein. Es muss nur starten.
Und wenn du dazu noch keinen vernünftigen Ort hast, wo du das alles übersichtlich planst – wo deine Wochenthemen stehen, wo du deinen Content für mehrere Wochen im Voraus anlegen kannst, wo alles auf einem Blick ist – dann hol dir CoBo Lite.
Einmal duplizieren, direkt loslegen, für 0 Euro.
Mein kostenloses Notion-Template. Kein KI-Schnickschnack, kein Abo, kein Haken. Einfach ein richtig guter Redaktionsplan, den ich selbst seit Jahren benutze, um meinen eigenen Instagram-Content zu planen. Das Ding hat mir mehr Stunden gespart als ich zählen kann. Und es kann das auch für dich tun.
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