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Wie KI Content authentisch und persönlich bleibt

KI-Texte erkennt mittlerweile jeder auf 5 Meter gegen den Wind. Hier erfährst du, wie du der KI beibringst, wirklich wie du zu klingen – und nicht wie alle anderen.
Wie KI Content authentisch und persönlich bleibt
CoBo ist damit beschäftigt Content zu schreiben!

KI-Content hat ein Problem. Und das Problem ist nicht die KI.

Denn mittlerweile erkennt jeder KI-Texte auf fünf Meter Entfernung gegen den Wind.

Die Gedankenstriche.
Die schönen Dreier-Aufzählungen, die immer genau aus drei Punkten bestehen, nie zwei, nie vier.
Die „nicht X, sondern Y, weil Z"-Sätze, die in jedem zweiten Absatz auftauchen als wären sie Pflichtprogramm.
Und die typischen Lieblingswörter der KI: Klarheit. Tragen. Fühlen. Transformieren. Eine tiefgreifende Veränderung. Auf Augenhöhe begegnen.

Und das Lustige daran – oder eigentlich das weniger Lustige – ist, dass gutes Prompten oft nicht viel hilft. Die KI schreibt trotzdem generisch. Sie sagt mit vielen Worten eigentlich nichts. Sie klingt glatt, rund, und nach allem und niemandem gleichzeitig.

Seit ChatGPT 4o nicht mehr verfügbar ist, hat sich die Qualität bei vielen Modellen spürbar verschlechtert, gerade für Texte. Claude ist eine bessere Alternative, aber auch dort gibt es im Pro-Plan Anfragebeschränkungen, die im Content-Alltag schnell nerven.

Der Kern des Problems bleibt aber derselbe, egal welches Modell du nimmst: Die KI muss erst angelernt werden, um Content rauszugeben, der wirklich Wirkung hat. Und dazu musst du selbst erstmal klar in deiner Message und Positionierung sein.

Das klingt nach mehr Arbeit, bevor die Arbeit weniger wird. Ist es auch kurz. Aber es lohnt sich – versprochen.

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🔍 Inhaltsverzeichnis

  1. Warum KI-Texte so generisch klingen
  2. Die vier Dinge, die die KI von dir braucht
  3. Das alles in eine PDF packen
  4. Die harte Wahrheit, die trotzdem gesagt werden muss
  5. Was das in der Praxis bedeutet

Warum KI-Texte so generisch klingen

Ich möchte kurz erklären, was hinter diesem Phänomen steckt, weil es hilft zu verstehen, warum das mit mehr Prompting allein nicht zu lösen ist.

KI ist ein Algorithmus. Sie gibt dir die wahrscheinlichste Antwort – nicht die passendste. Sie weiß, wie ein Instagram-Post für eine Business-Coach normalerweise klingt, weil sie Millionen davon gelesen hat. Also schreibt sie dir genau das: einen Instagram-Post, der klingt wie ein Instagram-Post einer Business-Coach. Generisch. Austauschbar. Vollständig korrekt. Vollständig austauschbar.

Was sie nicht weiß: wie du klingst. Was dich von allen anderen unterscheidet. Was deine Geschichte ist. Wie du einen CTA formulierst, der nach dir klingt und nicht nach einem Copywriting-Lehrbuch. Welche Worte du niemals benutzen würdest.

Das alles kannst du ihr nicht durch einen Prompt beibringen, der sagt „schreib persönlicher" oder „klingt zu KI-mäßig, überarbeite das bitte". Das ist so, als würdest du einer Malerin sagen: „Mal wie Monet" – ohne ihr je ein Monet-Gemälde gezeigt zu haben.

Du musst ihr echtes Material geben. Und das bedeutet: Du musst vier Dinge für sie vorbereiten.


Die vier Dinge, die die KI von dir braucht

1. Wer bist du?

Das klingt wie eine philosophische Frage aus einem sehr schlechten Networking-Event. Ist es nicht.

Was ich meine: Deine Geschichte. Wie bist du zu deinem Business gekommen? Was hat dich dazu gebracht, genau das zu machen, was du jetzt machst? Wo hattest du Rückschläge, die dich geformt haben? Was ist dein familiärer Hintergrund – hast du Kinder, lebst du im Camper, was prägt deinen Alltag?

Und vielleicht noch wichtiger: Was lehnst du ab? Wogegen positionierst du dich? Was ist dein Feindbild im professionellen Sinne – das, wofür du niemals stehen würdest, auch wenn es gerade Trend ist?

All das formt deine Stimme. Und wenn die KI das weiß, schreibt sie plötzlich Sätze, die sich nach dir anfühlen und nicht nach einer austauschbaren Branchenstimme.

2. Wer ist deine Traumkundin?

Hier bitte nicht an eine Masse denken. Nicht an „Frauen zwischen 30 und 50 die sich für Selbstentwicklung interessieren". Das ist viel zu vage.

Denk an eine einzige Person. Vielleicht jemand, mit dem du schon zusammen gearbeitet hast und bei dem du wusstest: Genau für diese Person ist meine Arbeit gemacht. Oder eine fiktive Person, die so konkret beschrieben ist, dass du ihr auf der Straße begegnen könntest.

Was sind ihre Schmerzpunkte? Ihre Wünsche? Was denkt sie, dass sie braucht und wo liegt das eigentliche Problem dahinter? Das ist nämlich oft ein Unterschied. Jemand kommt zu dir mit dem Symptom (ich schaffe es nicht, regelmäßig zu posten), aber das wahre Problem liegt tiefer (sie weiß nicht, was sie zu sagen hat, weil sie sich in ihrer Positionierung nicht sicher ist).

Weiß deine Traumkundin, dass sie ein Problem hat? Weiß sie, wo das Problem wirklich liegt? Oder denkt sie, dass sie schon weiß was sie braucht und liegt dabei völlig daneben?

Je klarer du das der KI gibst, desto präziser spricht der Content genau die Menschen an, die du eigentlich meinst.

3. Was bietest du an?

Ja, ich weiß – das klingt banal. Natürlich weiß die KI, was du anbietest, du hast es ihr doch schon mal erwähnt.

Nein. Wirklich nein.

Wenn die KI nicht genau versteht, was dein Angebot im Kern macht, was es verspricht, was es löst und warum es die logische Lösung für deine Traumkundin ist – dann denkt sie sich was aus. Und das merkt man. Dann klingen die CTAs irgendwie nicht richtig, die Versprechen passen nicht zu deinem tatsächlichen Angebot, und Followerinnen die auf deinen Content reagiert haben fragen sich beim Klick auf die Landingpage, ob sie auf dem richtigen Link gelandet sind.

Erstell dir eine kurze PDF mit den wichtigsten Punkten zu jedem deiner Angebote. Was es ist, was es löst, für wen es ist, was es kostet, wie der nächste Schritt aussieht. Kleiner Tipp am Rande: Schreib direkt auch deine Manychat-Triggerwörter rein – dann kann die KI sie in CTAs einbauen, ohne dass du jedes Mal daran denken musst.


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4. Wie schreibst du?

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Gib der KI Textbeispiele. Echte Texte von dir, die gut funktioniert haben. Posts, die Reaktionen bekommen haben. Captions, bei denen du das Gefühl hattest: Ja, genau so klingt das nach mir.

Und dann erkläre: Welche Wörter benutzt du immer wieder? Welche Satzstruktur entspricht deiner Art? Bist du eher kurz und direkt oder ausschweifend und erzählerisch? Wie sieht ein typischer CTA bei dir aus? Was würdest du niemals schreiben – welche Formulierungen gehen gar nicht?

Je mehr echtes Material du der KI gibst, desto weniger musst du am Ende überarbeiten. Das Ziel ist nicht, dass du gar nichts mehr überarbeitest – das wird nie passieren, aber dazu gleich mehr – aber es ist ein riesiger Unterschied, ob du zehn Minuten editierst oder eine Stunde.


Das alles in eine PDF packen

Wenn du diese vier Punkte für dich klar hast und als Dokument festgehalten hast, passiert etwas Wunderbares: Deine KI-Texte werden sofort besser.

Nicht ein bisschen. Spürbar.

Weil die KI jetzt nicht mehr raten muss, wer da spricht. Weil sie eine Vorlage hat, an der sie sich orientieren kann. Weil sie weiß, welche Wörter du bevorzugst, welche du vermeidest, wie du Übergänge formulierst, wie dein Rhythmus beim Schreiben klingt.

Das Dokument kannst du am Anfang jeder KI-Session einfach einfügen oder hochladen – je nachdem, welches Tool du nutzt. Es ist quasi dein persönliches Brand-Voice-Briefing. Und einmal erstellt, kannst du es immer wieder verwenden und nur gelegentlich aktualisieren, wenn sich etwas an deiner Positionierung oder deinen Angeboten ändert.


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Die harte Wahrheit, die trotzdem gesagt werden muss

Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich den Artikel hier enden lassen würde.

Aber: keine KI der Welt wird dir perfekte Texte rausgeben. Das ist keine Frage des Modells, keine Frage des Prompts, keine Frage des Briefings.

KI ist ein Algorithmus. Sie gibt dir die wahrscheinlichste Antwort – nicht die passendste. Sie ist brilliant darin, Texte zu produzieren, die gut klingen. Aber gut klingen ist nicht dasselbe wie authentisch klingen. Und authentisch klingen ist nicht dasselbe wie überzeugend klingen.

Deshalb gilt immer, ausnahmslos, ohne Kompromisse: Lies jeden Text, den die KI dir gibt, selbst durch. Überarbeite, was nicht passt. Streiche, was sich fremd anfühlt. Füge die kleinen Details hinzu, die nur du kennst – die Anekdote aus deinem letzten Kundinnen-Call, das schräge Erlebnis von gestern, den Vergleich der dir gerade in den Kopf geschossen ist.

Das ist die Kombination, die funktioniert: KI für das Gerüst, du für die Seele.

Du bist die Redakteurin. Nicht die Schreiberin, die alles von null erstellt. Aber auch nicht jemand, der ungelesene Texte einfach postet und hofft, dass schon niemand merkt, dass das nach niemandem klingt.

Der beste Weg zu authentischem KI-Content ist: Die KI anlernen, den Output redaktionell überarbeiten. Das eine ohne das andere funktioniert nicht wirklich gut.


Was das in der Praxis bedeutet

Lass mich kurz zusammenfassen, damit das nicht als vage Theorie im Raum hängt:

Du erstellst einmal ein Brand-Voice-Dokument mit deiner Geschichte, deiner Traumkundin, deinen Angeboten und deinen Textbeispielen. Das gibst du der KI bei jeder Session mit. Du lässt die KI den Text formulieren und überarbeitest dann als Redakteurin, was nicht zu 100% passt.

Das ist der Workflow. Nicht kompliziert, aber er setzt voraus, dass du deine Vorarbeit geleistet hast.

Und wenn du eine KI suchst, die dir gleich mehrere Formate ausgibt und gleichzeitig kein Anfragenlimit kennt, das dich mitten im Contenttag ausbremst – dann schau dir CoBo an.

Schau dir den Workshop "Content aus der Badewanne" an und sieh im Detail, wie CoBo arbeitet.


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