Multichannel für Lead-Generierung als Coach nutzen
Multichannel. Das Wort taucht überall auf, aber ich glaube, die wenigsten wissen, was es wirklich bedeutet – und noch weniger, warum es gerade für Coaches so entscheidend ist.
Lass mich das kurz klarstellen, bevor wir weitermachen. 😉
Multichannel bedeutet einfach: Du bist nicht nur auf einer Plattform aktiv, sondern auf zwei oder mehr. Du postest vielleicht auf Instagram und LinkedIn. Vielleicht hast du zusätzlich einen Podcast oder einen Blog. Und – das ist das Minimum, das ich dir ans Herz legen möchte – du hast auf jeden Fall einen Newsletter.
Und weißt du was? Wenn du schon LinkedIn und einen Newsletter hast, bist du theoretisch bereits Multichannel aufgestellt. Vielleicht ohne es zu wissen. Herzlichen Glückwunsch, du machst das schon. 😄
Aber warum ist das eigentlich so wichtig? Und wie nutzt du es gezielt für deine Lead-Generierung? Darum geht es heute.
🔍 Inhaltsverzeichnis
- Warum eine einzige Plattform zu riskant ist
- Doppelte Plattformen, doppelte Leads – so einfach ist das
- Warum Google und KI dich häufiger finden, je mehr Plattformen du bespielst
- Nicht jede Plattform will denselben Content
- Social Media als Einstieg, Newsletter als Ziel
- Welche Plattformen passen zu dir?
- Das Messaging als roter Faden
Warum eine einzige Plattform zu riskant ist
Ich fange mit dem unbequemen Teil an, weil er wichtig ist.
Plattformen verändern sich. Algorithmen ändern sich. Und Konten können gesperrt werden – schneller als du denkst und ohne dass du irgendetwas dafür kannst.
Meta zum Beispiel kann einen Account innerhalb von Minuten einfrieren. Jemand beschwert sich über dich oder plötzlich folgen dir hundert Bots – und Meta stuft dich als verdächtig ein.
Weg. Kein Zugang, kein Content, keine Community. Und du stehst da, ohne Möglichkeit, neue Kundinnen zu erreichen.
Das ist kein Horrorszenario aus der Zukunft. Das passiert gerade, regelmäßig, auch in meiner eigenen Bubble. Einer Insta-Mentorin mit tausenden Followerinnen wurde neulich der Kanal gesperrt. Für sie war es kein Weltuntergang, weil sie auch auf anderen Plattformen präsent ist.
Ärgerlich? Ja. Existenzbedrohend? Nein.
Wer alles auf eine Plattform setzt, hat dieses Sicherheitsnetz natürlich nicht.
Deshalb: Mindestens zwei Social-Media-Plattformen. Und eine E-Mail-Liste, die dir wirklich niemand wegnehmen kann.
Doppelte Plattformen, doppelte Leads – so einfach ist das
Jetzt kommen wir zum interessanten Teil. Denn Multichannel ist nicht nur ein Sicherheitsnetz – es ist ein echter Wachstumshebel.
Stell dir vor, du bist gerade auf Instagram aktiv und es läuft ganz ordentlich. Leads kommen rein, du baust langsam eine Community auf. Super. 🥳
Wenn du jetzt eine zweite Plattform dazu nimmst, passiert folgendes: Auf dieser zweiten Plattform sind oft andere Menschen unterwegs. Andere Persönlichkeitstypen, andere Altersstufen, andere Entscheidungsträgerinnen. Menschen, die dich auf Instagram nie gefunden hätten – aber auf LinkedIn genau nach jemandem wie dir suchen.
Das Ergebnis: Du verdoppelst potentiell deine Lead-Generierung. Nicht weil du doppelt so viel arbeitest, sondern weil du deine Message an zwei verschiedenen Orten platzierst, wo zwei verschiedene Gruppen von Menschen unterwegs sind.
Das ist der Kern des Multichannel-Gedankens. Nicht mehr Aufwand – mehr Reichweite mit demselben Aufwand.
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Warum Google und KI dich häufiger finden, je mehr Plattformen du bespielst
Hier kommt ein Punkt, der vielen noch gar nicht bewusst ist – obwohl er in den nächsten Jahren immer wichtiger wird.
Je mehr Inhalte mit deinem Namen und deinen Themen es im Internet gibt, desto eher wirst du empfohlen und gefunden. Das gilt für Google – und zunehmend auch für KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity oder den KI-Überblick in Google.
Wenn jemand fragt „Wer kann mir bei X helfen?" und du hast einen Blog, bist auf LinkedIn aktiv, hast Podcast-Episoden und tauchst bei Instagram auf – dann hat die KI viele Quellen, um dich zu empfehlen. Wer nur auf Instagram ist, taucht in diesen Suchergebnissen kaum auf.
Das bedeutet: Ein Blog, LinkedIn, ein Podcast, YouTube, Pinterest – je nach Nische – sind langfristig nicht nur für Social-Media-Reichweite wichtig, sondern für deine gesamte digitale Auffindbarkeit. Du baust dir digitale Fußabdrücke, die bleiben. Nicht nur kurzlebige Posts, die in 24 Stunden in der Versenkung verschwinden.
Nicht jede Plattform will denselben Content
Jetzt möchte ich kurz auf etwas eingehen, das beim Thema Multichannel oft missverstanden wird: Mehr Plattformen bedeutet nicht, denselben Content überall hinzukopieren.
Denn die Menschen, die auf verschiedenen Plattformen unterwegs sind, haben völlig unterschiedliche Motivationen – und das beeinflusst, wie du dort kommunizierst.
Instagram und Facebook sind klassische Unterhaltungs- und Konsum-Plattformen. Die meisten Menschen öffnen sie, um sich abzulenken, kurz abzuschalten, zu scrollen. Sie sind nicht aktiv auf der Suche nach einer Lösung. Sie wollen unterhalten, inspiriert, berührt werden. Dein Content muss dort in Sekundenbruchteilen Aufmerksamkeit stoppen – mit einem Hook, einer Emotion, einem überraschenden Gedanken.
LinkedIn ist eine andere Welt. Dort sind Unternehmerinnen und Selbstständige, die sich vernetzen, informieren, positionieren wollen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist etwas länger, der Ton professioneller, Tiefe wird geschätzt. Derselbe Post, der auf Instagram als Reel funktioniert, braucht auf LinkedIn eine andere Verpackung – mehr Kontext, mehr Struktur, ein anderer Einstieg.
Google und Pinterest sind aktive Suchmaschinen. Menschen kommen dort mit einer konkreten Absicht. Sie suchen nach einer Lösung, nach einem Tipp, nach einem Tutorial. Content, der dort funktioniert, muss diese Suchintention bedienen – nicht unterhalten, sondern beantworten.
Kurz gesagt: Gleicher Kern, andere Verpackung. Das ist der Unterschied zwischen Crossposting und echtem Multichannel-Marketing.
Social Media als Einstieg, Newsletter als Ziel
Ich möchte einen Punkt betonen, der aus meiner Sicht der strategisch wichtigste im ganzen Multichannel-Gedanken ist – und der trotzdem so oft vergessen wird.
Social Media ist der Einstieg in deine Welt. Nicht das Ziel.
Die Menschen, die bei dir bleiben sollen, müssen irgendwann in deinem Newsletter landen. Denn deine E-Mail-Liste ist das einzige, was wirklich dir gehört. Keine Plattform, kein Algorithmus, kein Bann kann dir deine Liste wegnehmen.
Das bedeutet: Dein gesamter Funnel muss so aufgebaut sein, dass er Menschen von Social Media auf deine E-Mail-Liste führt. Freebies, Anmeldeformulare, Links in der Bio, CTAs in Captions – alles zielt darauf ab, die flüchtige Social-Media-Beziehung in eine dauerhafte E-Mail-Beziehung zu verwandeln.
Und diese E-Mail-Liste ist dann das, womit du wirklich verkaufst. Nicht das Reel, das viral gegangen ist. Nicht der LinkedIn-Post, der tausend Impressions hatte. Sondern die 300 Menschen in deiner Liste, die sich bewusst für dich entschieden haben und deine E-Mails wirklich lesen.
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Welche Plattformen passen zu dir?
Das ist eine Frage, die ich wirklich ernst meine – und die du dir selbst beantworten musst, bevor du anfängst, überall gleichzeitig aktiv zu sein.
Multichannel bedeutet nicht, auf jeder Plattform zu sein. Es bedeutet, auf den richtigen Plattformen für dich und deine Zielgruppe präsent zu sein.
Frag dich: Wo sind meine Wunschkundinnen wirklich aktiv? Welche Plattform liegt mir, welche kostet mich überproportional viel Energie? Wo kann ich langfristig dranbleiben – nicht nur für drei Monate, sondern für Jahre?
Denn eine Plattform mit Konsistenz zu bespielen ist deutlich effektiver als vier Plattformen sporadisch zu befüllen und dann aufzugeben.
Starte mit zwei. Bau einen Newsletter auf. Und wenn das läuft und sich routiniert anfühlt, kommt die dritte Plattform.
Das Messaging als roter Faden
Zum Schluss möchte ich noch auf etwas eingehen, das all das zusammenhält – weil Multichannel ohne diesen Punkt schnell zu einem bunten Durcheinander wird, das nirgendwo wirklich hängen bleibt.
Dein Messaging ist der rote Faden durch alle Plattformen.
Was du auf Instagram postest, was du in deinem Newsletter schreibst, was auf LinkedIn steht – das sind verschiedene Verpackungen. Aber der Kern, die Botschaft, das wofür du stehst, das muss überall gleich sein. Konsistent, wiedererkennbar, klar.
Wenn jemand dich erst auf Instagram entdeckt, dann auf LinkedIn wiederfindet und dann deinen Newsletter abonniert – soll sie jedes Mal denken: „Genau das ist diese Person. Die kenne ich. Die mag ich. Der vertraue ich."
Dieses Gefühl entsteht nicht durch Zufall. Es entsteht, wenn du dein Messaging einmal wirklich festgehalten hast. Aufgeschrieben, definiert, sodass du es jedes Mal wieder aus der Schublade ziehen kannst. Damit überall erkennbar ist: Das ist Coach Anna, die steht für XY.
Wenn das Messaging stimmt, dann multipliziert sich nicht nur die Reichweite durch Multichannel – sondern auch das Vertrauen. Und Vertrauen ist das, was am Ende kauft.
Du weißt jetzt, dass Multichannel funktioniert – aber du bist dir nicht sicher, warum es bei dir noch nicht richtig zieht? Genau das schauen wir uns gemeinsam an.
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